Was ist nur mit der Menschheit los?
Mal ehrlich, bei manchen Individuen muss die Verteilung des Verstandes bei ihrer "Produktion" nicht ganz ordnungsgemäß funktioniert haben.
Ich muss etwas ausholen:
Wir wohnen direkt gegenüber eines sogenannten Pfarrzentrums, dass für Versammlungen und Treffen und auch verschiedenste Feier-Veranstaltungen genutzt werden kann.
So wie vorgestern.
Irgendein Verein eines Nachbardorfes hatte dort irgendeine Feier abgehalten. Keine Ahnung worum es ging, mir war es egal. Hauptsache, sie sind in der Nacht nicht zu laut, so dass man nicht schlafen kann.
Aber bereits am Nachmittag, als ich mal etwas frische Luft schnappen wollte und meinen Kopf aus dem Fenster steckte, entdeckte ich in unserer Einfahrt (die übrigens auch wunderbar vom Pfarrzentrum aus einsehbar ist) ein kleines Schweinchen, dass sich doch tatsächlich in unserer Einfahrt erleichterte.
Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, denn er war offenbar schon fertig und hat auch seinen Müll, eine leere Bierflasche, hinterlassen.
Es ist nicht zu glauben! In aller Öffentlichkeit stellt er sich an die Mauer, holt seinen kleinen Freund raus und benetzt das Unkraut!
Gegenüber war das Pfarrzentrum geöffnet! Da hätte er doch fragen können, ob er die Toilette nutzen dürfte.
Zwanzig Meter weiter war ein kleines Restaurant, da hätter er auch nachfragen können und er hätte sogar seine Bierflasche loswerden können. Womöglich hätte er sogar noch Pfand dafür zurückbekommen.
Soviel zu: Wir sind so arm! ... Wir brauchen jeden Cent! ... Wir müssen den Gürtel enger schnallen und jeden Cent zweimal umdrehen!
Und als ob das nicht schlimm genug war, die nächste Pulle Bier hatte er schon parat. Die stand auf dem Boden, direkt am Auto, das auf ihn wartete und ihn offensichtlich nur mal Gassi ließ.
Man, was hätte ich diesem Schwein gerne etwas gesagt, aber es ging eben viel zu schnell.
Und die zweite Sauerei ließ natürlich nicht lange auf sich warten.
Heute war die Putzfrau im Pfarrzentrum und hat mal klar Schiff machen wollen.
Denn die Partygäste von neulich schienen dafür auch keinen Sinn gehabt zu haben. Der Dreck blieb liegen. Aber wenigstens haben sie der Putzfrau Platz zum Putzen gemacht und haben die Tische und Stühle nach vorne in den Eingangsbereich geräumt. was auch einer Leuchte eingefallen sein musste, denn man kam kaum noch rein. *kopfschüttel*
Die hellste scheint die gute Putzfrau allerdings auch nicht zu sein, denn ... seien wir mal ehrlich: Seit wann kehrt man die Treppe von unten nach oben. Es waren zwar nur zwei-drei Stufen, aber dennoch...
Naja, jedenfalls habe ich heute mal wieder den Kopf aus dem Fenster gesteckt um etwas Luft zu schnappen. Ein schöner Garten hinterm Haus, wo ich mich mit meinem Laptop hinsetzten kann, wäre mir lieber, aber was nicht ist, ist eben nicht.
Nun ratet mal was ich sah?
Stan und Olli ... für Arme!
Ein BMW, der Fahrer, ein Fahrrad, und der Radfahrer... auf dem parkplatz des Pafarrzentrums.
Lange Rede kurzer Sinn, so lief es ab.
- Radfahrer hatte keine Lust mehr auf Radfahren und war offensichtlich auch nicht mehr so ganz alleine (Soll heißen: er hatte einen sitzen)
- Radfahrer und BMW-Fahrer kannten sich wohl.
- BMW-Fahrer kam auf die glorreiche Idee, Radfahrer mitzunehmen. (Gut! Bevor noch schlimmes passiert. Denn Alkohol am Lenker kann genauso gefährlich sein, wie Alkohol am Steuer ;)
- BMW-Fahrer packt Fahrrad in den Kofferraum, aber BMW-Fahrer fällt nicht auf, dass Fahrrad nicht rein passt. (Klar, ist auch schwer ein über zur Hälfte herausragendes Rad als zu groß zu befinden.)
- BMW-Fahrer will Kofferraum schließen,aber verfällt in arges grübeln, warum das so schwer ist. Also bleibt der Kofferraum eben offen und das Rad wird auch sonst nicht irgendwie gesichert. Jedes weitere Kommentar verkneife ich mir jetzt.
- Radfahrer leert den Rest seiner Bierflasche in einem Zug - (Gratuliere, das hat er noch gut hinbekommen) legt Flasche unter die Hecke beim Pfarrzentrum, wobei oben genannte Putzfrau gerade mal zwei Meter weiter stand. Die Arme hats nicht bemerkt. Die Flasche liegt noch immer da
- Radfahrer und BMW-Fahrer steigen ein und rauschen davon. Ich bin sicher, wo immer sie ankommen, das Fahrrad bleibt auf der Strecke. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Was soll man dazu noch sagen?
Mir fällt nix mehr ein...